Für den Unterricht im Bereich Naturwissenschaften ist ein schuleigenes Curriculum unter dem übergreifenden Thema „Lebensbedingungen auf der Erde“ erarbeitet worden. In Klasse 8.1 wird ein biologischer, in 8.2 ein chemischer und in 9.1 ein physikalischer Schwerpunkt gesetzt. In Klasse 9.2 wird ein projektartiger Unterricht mit fächerübergreifendem Ansatz erteilt.

Der Unterricht wendet sich an Schülerinnen und Schüler, die gern beobachten, basteln, experimentieren, einer Sache auf den Grund gehen und ein umfassenderes Verständnis für Vorgänge in der belebten und unbelebten Natur erwerben wollen. Dabei werden sie lernen, verstärkt auch arbeitsteilig experimentell zu arbeiten, ihre Versuche zu planen, durchzuführen und zu präsentieren. Wir hoffen, damit auch die arbeitstechnischen Grundlagen für jene Schülerinnen und Schüler zu legen, die sich für die Teilnahme an Jugend-Forscht-Projekten interessieren.

Das Biologie-Halbjahr steht unter der Überschrift „Überlebenskünstler“. Darin wird der Frage nachgegangen, wie Pflanzen und Tiere es schaffen, unter den extremen Bedingungen z. B. der (Ant-)Arktis oder der Tiefsee zu überleben. Als „heimatliche“ Beispiele werden Flechten und Moose untersucht und Tiere, die in Moosen leben. Exkursionen z.B. zum Alfred-Wegener-Institut (Bremerhaven) oder in ein Moorgebiet oder ergänzen die eigene Unterrichtsarbeit.

Im Chemie-Halbjahr widmet sich der Unterricht denjenigen Lebensbedingungen des Systems Erde, die durch die Lithosphäre geprägt sind: Das Werden und Vergehen des geochemischen Grundes, auf dem wir fußen, seine Gesteine und Mineralien und der Nutzen, den wir aus ihnen ziehen, sind sein Gegenstand.
Die Schülerinnen und Schüler werden an Beispielen lernen, mit Hilfe von Beobachtungen und experimentellen Analysen Gesteine zu bestimmen, zu klassifizieren und begründete Aussagen zu ihrem Entstehungs- und möglichen Umwandlungsprozess zu machen. Die Behandlung des Gesteinskreislaufes und wichtiger geologischer Epochen legt Grundlagen zum Verständnis der Entstehung der Landschaft Norddeutschlands und der Ostsee („Eiszeit“). Exkursionen an die Ostseeküste oder zum Institut MARUM ergänzen die eigene Unterrichtsarbeit.

Die bestehenden Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler aus dem vorherigen regulären Naturwissenschaftsunterricht werden im Physik-Halbjahr aufgegriffen und vertieft, um aus physikalischer Sicht einige grundlegende Vorgänge im System Erde zu untersuchen. Auch hier stehen Themen im Vordergrund, welche die Lebensbedingungen für Menschen, Pflanzen und Tiere betreffen.
Dazu gehört die Schutzfunktion der Erdatmosphäre als „wärmender Mantel“ beim Treibhauseffekt. Im Vordergrund stehen neben dem Erwerb handwerklichen Geschicks bei Aufbau und Planung geeigneter Versuchsanordnungen auch das Kennenlernen grundlegender physikalischer Denkweisen wie z. B. „dynamisches Gleichgewicht“.    

Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung mit dem MARUM werden wir  im abschließenden vierten Halbjahr mit den in den vorangegangenen Halbjahren erworbenen experimentellen Fertigkeiten und naturwissenschaftlichen Denkweisen an dem fächerübergreifenden Projekt Kohlenstoffkreislauf der Erde arbeiten und zum Projektthema passend mit Geowissenschaftlern eine Exkursion zur Fossilienfundstelle Piesberg bei Osnabrück durchführen.

Weiteres: Kippe zeigt Naturwissenschaftliches

   

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