Gleich ist es soweit. Gleich steigen wir wieder in den Zug, doch diesmal nicht in den Zug nach Berlin, sondern zurück nach Bremen. Hinter uns liegt eine Woche voller Spannung, Spaß und ganz viel Hockey. Wir haben so viel erlebt, gelacht…

 

Doch nun mal von vorne: 

Im Mai haben wir uns in einem aufregenden Finale gegen das ÖG den Platz für das Bundesfinale in Berlin gesichert. Dort spielt jeweils die beste Schulhockeymannschaft aus jedem Bundesland um den Sieg. Jugend trainiert für Olympia ist seit Jahren ein riesiges Ereignis und ein „muss“ für jeden Hockeyspieler. So war zum Beispiel unser Trainer Nico schon vor 30 Jahren mit der Hockeymannschaft des Kippenberg in Berlin.

Nicht nur Hockey wird dort gespielt, sondern auch die besten Mannschaften von Fußball bis Leichtathletik fahren hierher. Jugend trainiert für Olympia ist der größte Sportwettbewerb der Welt mit 800.000 Teilnehmern. Für Deutschland war es dann die Auswahl von knapp 3000 Sportlern in Berlin. Also eine wahnsinnig große Veranstaltung.

Kein Wunder, dass wir uns dieses ein Ereignis nicht nehmen lassen wollten. So was kann ja wohl nicht ohne Kippenberg stattfinden!

Das Finale gegen die Mädchenmannschaft des Ökumenischen Gymnasiums, die seit Jahren das Bundesland Bremen in Berlin vertreten hat, haben wir mit 2:1 gewonnen und so sind wir dann nach Berlin mit neuen Trikots, Stutzen und ‚Jugend trainiert für Olympia’- Pullis aufgebrochen. Im Berliner Bahnhof war Einiges los. Von überall her waren Sportler vom Rudern, Tennis, Golfen und anderen Sportarten gekommen.

Wir haben uns durch die ganzen Sporttaschen durchgekämpft und erhielten endlich die berühmten Regenjacken aus Berlin und ein ganzes Heft mit Hinweisen. Nach dem Einchecken sind wir zum Sony Center gelaufen, und haben einfach Berlin genossen.

Da in der Jugendherberge nur Hockeyspieler untergebracht waren, haben wir dort viele bekannte Gesichter getroffen und schon mal die Gegner für den nächsten Tag angesehen. Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen und wir machten uns auf den Weg zum Berliner HC.

Unser erstes Spiel war gegen die Mannschaft von Thüringen, welches wir klar mit 15:0 gewonnen haben. Der nächste Gegner hieß Bayern und war ziemlich stark. Sie gingen direkt mit 1:0 in Führung, jedoch konnten wir ausgleichen und uns sogar noch einen Vorsprung mit dem 2:1 zur Halbzeit sichern. Wir führten bis zwei Minuten vor Schluss, verloren aber leider knapp mit 3:4. Am Ende des ersten Tages hatten wir das höchste Torverhältnis mit 32:5 Toren, nicht zuletzt durch unseren hohen Sieg gegen Sachsen mit 14:1. Jetzt waren wir in der nächsten Runde.

An diesem Tag hatten wir schwere Spiele vor uns. Nachdem wir das erste Spiel unentschieden gespielt hatten, verloren wir danach knapp gegen HH und Hanau, Hessen. Es war eigentlich ziemlich schade, da wir mit unseren Gegnern mithalten konnten und für uns eigentlich ein Halbfinalplatz gerechtfertigt gewesen wäre.

Doch es sollte nicht sein und so haben wir dann am Sonntag gegen Berlin um den 7. Platz gespielt und mit 4:1 gewonnen. Insgesamt konnten wir zufrieden sein. Ich meine, wir sind 7. von allen 16 Bundesländern, das heißt: 7. aus Deutschland geworden. Das ist doch schon mal nicht schlecht oder?

Am Mittwoch nach der Siegerehrung mussten wir uns beeilen, um pünktlich zur Bremer Botschaft zu kommen. Dort waren alle Sportler aus Bremen versammelt und es war ein gemütlicher Nachmittag. Danach ging es zur Max-Schmeling-Halle für die Abschiedsveranstaltung. Hier waren nun alle 3000 Sportler versammelt. Aus jeder Sportart wurden die Top 3 vor allen geehrt. Zwischen den Ehrungen traten Bands oder Akrobaten auf und immer wieder wurden kleine Filme von der jeweiligen Sportart gezeigt. Die Stimmung war so unglaublich toll und es war ein einfach einmaliges Ereignis. Ein Glück, dass wir so etwas miterleben durften!

Als alle Pokale verteilt waren, gab es noch eine Disco zum Abschluss. Dieser Abend war einfach nur klasse und ich glaube, wie werden uns noch alle ziemlich lange daran und an die ganze Woche in Berlin erinnern. Müde, erschöpft, glücklich und zufrieden stehen wir jetzt hier am Bahngleis und warten auf den Zug. Es war eine ganz besondere Woche: angefangen von den Hockeyspielen bis zu dieser tollen Abschiedsfeier.

Noch einmal danke an alle, die uns unterstützt haben und die es möglich gemacht haben, dass wir hier her fahren konnten!

Charlotte Kaste

   

Schwachhauser Heerstr. 62-64, 28209 Bremen